Fußbodenheizung verlegen

Aktuell werden immer mehr Neubauten mit einer Fußbodenheizung ausgestattet. Dies liegt nicht zuletzt an der effizienten Wärmeverteilung einer solchen Heizung, sondern auch an der einfachen Installation. Wer handwerklich begabt ist, kann hier vieles selbst durchführen. Dabei gibt es aber einiges zu beachten und wer unsicher ist, sollte in jedem Fall einen Fachmann zu Rate ziehen.

Fußbodenheizung als Ergänzungs- oder doch als Vollheizung?

Er fällt bei der Fußbodenheizung als Vollheizung weg: der herkömmliche Heizkörper samt Regler.

Es gibt zwei Möglichkeiten eine Fußbodenheizung zu verwenden bzw. zu installieren. Einerseits kann sie lediglich als Ergänzung angesehen werden, welche den Heizkreis mit herkömmlichen Heizkörpern unterstützt. Andererseits kann eine Fußbodenheizung aber auch so konzipiert werden, dass sie als Vollheizung ohne zusätzliche Radiatoren genutzt wird. Ist letzteres der Fall, so sollte die Fußbodenheizung auf etwa 80% der Raumfläche verlegt werden um eine effiziente Wärmeabgabe zu erwirken. Bei der ergänzenden Nutzung kann die Fußbodenheizung dagegen speziell auf einzelne Bereiche ausgerichtet werden und so auch deutlich kleiner konzipiert werden.

Fußbodenheizung nach welchem System?

Eine Fußbodenheizung ist bei Solardirekt24 in verschiedenen Ausführungen erhältlich. Egal ob Trocken-Estrich oder Trockenbau, Noppenplatten oder eine Fußbodenheizung im Tackersystem, sie können die passenden Produkte individuell zusammenstellen oder auf eines der fertigen Komplettpakete zurückgreifen.

Welches System für die jeweilige Anwendung optimal ist, hängt von den Möglichkeiten und dem Zeitpunkt der Installation ab. Eine Fußbodenheizung, die anschließend mit Estrich noch übergossen wird, lässt sich meist eher schwierig im Nachhinein installieren. Hierfür wäre dann beispielsweise die Trockenbau-Variante interessant, welche so von uns unter anderem auch für die Installation während einer Sanierung empfohlen wird.

Alternative Varianten sind Fußbodenheizungen im Tackersystem sowie die Verwendung von Noppenplatten. Welche Variante hier eher geeignet ist, hängt von der geplanten Aufbauhöhe ab. Meist kann jedoch davon ausgegangen werden, dass die Fußbodenheizung in Verbindung mit Noppenplatten im Ergebnis eine größere Aufbauhöhe hat. Wenn also eine eher dünne Fußbodenheizung geplant ist, kann das Tackersystem eine sinnvolle Alternative zur Trockenbauvariante sein.

Planung – was ist zu beachten?

Bevor die Fußbodenheizung installiert wird, muss die Anlage zunächst in ausreichendem Maße geplant werden. Dazu gehört neben der ungefähren Planung der verschiedenen Heizkreise auch die Überlegung wo der Verteilerschrank positioniert werden sollte. Dieser ist der Mittelpunkt sämtlicher Heizkreise und kann in verschiedenen Größen installiert werden. Es sollte jedoch bedacht werden, dass sich die Länge der verschiedenen Heizkreise nicht zu sehr voneinander unterscheidet. Besonders kleine Räume können so beispielsweise zusammengelegt werden um einen effizienteren Heizkreis zu erhalten.

Wie viele Heizkreise pro Raum?

Die Anzahl der Heizkreise richtet sich nach der Größe des jeweiligen Raumes. Grundsätzlich sollte ein Heizkreis mit einem Heizrohr von maximal 100m Länge installiert werden. Abhängig vom Verlegeabstand ergibt sich daraus die empfohlene Anzahl an Heizkreise. Als Standardwert können beispielsweise 6m Heizrohr pro m2 Wohnraum angenommen werden. Bei einem Raum mit 20m2 entspricht dies insgesamt 120m Heizrohr. Hier wäre es empfehlenswert den Raum mit zwei Heizkreisen zu bestücken, die jeweils 60m lang sind oder aber den Verlegeabstand etwas zu verändern.

Beachten Sie jedoch: Der Verlegeabstand sollte nicht zu groß gewählt werden um eine optimale Heizleistung zu erreichen.

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