Machen Sie Ihre PV-Anlage fit für den Frühling

Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Der Frühling hat so langsam begonnen und die Hochsaison für Solarthermie und Photovoltaik beginnt. Mit dem zunehmenden Sonnenschein steigt natürlich auch die Produktion von Solarstrom und Solarwärme, Grund genug um den Zustand der eigenen Anlagen vorbereitend noch einmal zu prüfen. Wie der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft Carsten König mitteilt, sind Solarstromanlagen zwar darauf ausgelegt langlebig und wartungsarm zu sein. Dennoch ist es sinnvoll gerade im Frühjahr einen allgemeinen Check der Anlage durchzuführen, insbesondere wenn im Winter viel Schnee gelegen hat.

Im folgenden nun die vier Schritte, die Sie beim Frühjahrs-Check Ihrer PV-Anlage berücksichten sollten.

1. Stromerzeugung der PV-Anlage überprüfen

Dieser Schritt ist vergleichsweise einfach, nur ein Blick auf den Stromzähler und schon wissen Sie, wie viel Strom die PV-Anlage erzeugt. Am Wechselrichter kann alternativ die Leistung der Anlage abgelesen werden. So lässt sich überprüfen, ob sich der Ertrag der Anlage reduziert hat oder im Rahmen der üblichen Ertragskraft liegt. Einige Zusatzgeräte wie auch Wechselrichter speichern die Daten zur Stromproduktion über einen längeren Zeitraum und ermöglichen so eine ausgeklügelte Analyse der verfügbaren Daten.

Sofern die Anlage laut der abgelesenen Daten zu wenig Strom oder gar keinen Strom erzeugt, liegt ein Defekt der PV-Anlage vor. Sie sollte in diesem Fall von einem Experten bzw. dem Installationsbetrieb überprüft werden.

2. Prüfen der PV-Module

Ein geringerer Ertrag der PV-Anlage muss nicht zwingend aus einem technischen Defekt resultieren. Auch verdreckte PV-Module können eine mögliche Ursache für einen geringeren Stromertrag sein. Es ist daher wichtig, die Module ebenfalls einem regelmäßigen Check zu unterziehen und eventuelle Verschmutzungen zu entfernen.

Unabhängig davon ist es jedoch ratsam auch nach Stürmen oder größeren Schneemengen eine kurze Prüfung durchzuführen. Die PV-Module sind zwar darauf ausgelegt, Wind und Wetter zu ertragen, dennoch kann es in manchen Fällen natürlich zu Beschädigungen kommen. Da es natürlich umständlich ist, für jede Prüfung auf das Dach zu steigen, können Sie die Module alternativ auch mit der Digitalkamera fotografieren und anschließend am Rechner überprüfen. So können verrutschte oder gebrochene Module schnell erkannt werden, ohne dafür eine Kletterpartie unternehmen zu müssen. Bei größeren Schäden ist in jedem Fall ein Fachinstallateur hinzugezogen werden, um größere Schäden an der Anlage zu vermeiden.

3. Reinigung der PV-Module

Sofern die Module der PV-Anlage verdreckt sind, ist es sinnvoll diese zu reinigen um einen gleichbleibenden Stromertrag zu erzielen. Ein Großteil der Ablagerungen auf den Modulen werden jedoch schon bei einem normalen Regenschauern abgewaschen. Bei klebenden Blütenblättern, Zweigen oder auch Vogelkot ist jedoch eine richtige Reinigung sinnvoll. Hier sollten Sie abwägen, ob Sie die Anlage selbst reinigen möchten oder doch lieber einen Fachmann damit beauftragen. Grundsätzlich ist es möglich die PV-Module auch selbst zu reinigen sofern für eine entsprechende Absicherung während der Arbeiten gesorgt ist und auch das richtige Reinigungsmaterial verwendet wird. PV-Module sind sehr empfindlich und können bei einer unsachgemäßen Reinigung zusätzlichen Schaden nehmen.

4. Durchmessen der PV-Anlage

Schon bei der Installation der Anlage wird sie vom Installateur einmal durchgemessen. Diese Messung muss nicht bei jedem Check erneut durchgeführt werden, jedoch ist es sinnvoll sie ca. alle vier Jahre zu wiederholen. Auf diese Weise können ebenfalls Mängel aufgedeckt und anschließend beseitigt werden.

2 Kommentare

  1. Lieber Autor,

    vielen dank für die hilfreichen Tipps. Ich als Laie, die sich mit Technik nicht gut auskennt, weiß jetzt, was mit meiner PV-Anlage zu tun ist. Können Sie mir Informationen geben zum Thema „Fernüberwachung der PV-Anlage mittels Handy“, etc.? Vielleicht sogar einen kleinen Artikel schreiben… Ich habe unter https://www.energie-tipp.de/neue-energie/sonne/4171794 gelesen, dass so etwas heute technisch möglich sei.

    Liebste Grüße, Cordula S.

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